Na also..    (2010-06-25)

.., jetzt haben es auch in Tirol die Letzten* zugeben müssen: Müllverbrennung – speziell im Inntal - ist nicht nur eine ökologische Katastrophe sondern wäre – außer für ein paar Tiroler Müll-Lobbyisten – ein weiteres, finanziell tiefschwarzes Loch geworden.

Zu den geistigen Erkenntnisschlusslichtern zählen vor allem unsere gewählten VolksverTRETER, also jene Personengruppe, die – ausgestattet mit dem demokratischen Mehrheitslicht - zum denkenden Vorausgehen ausgewählt wurde. Unter ihnen auf Landesebene (hier aber ganz vorn in der ersten Reihe): Umweltreferent LHStv. Hannes Gschwentner (..aber flott!). Vier Jahre nach der Haller Müllofendiskussion dringen die ersten Erkenntnisstrahlen in die locker gepressten Politgehirne. Doch es sind weniger die Sachargumente (genau die jetzt ins Spiel gebrachten Argumente standen ja schon vor vier Jahren kostenlos bei den Tiroler Bürgerinitiativen gegen eine Müllverbrennung aus Kundl und Hall zum Download bereit), die diese Entscheidung gegen einen Tiroler Müllofen bewirkt haben. Vielmehr hat die Politiker offenbar der Mut verlassen, nach den Jahren der Verschwendung und in Anbetracht der finanziell schwarzen Wolken über Europa eine Müllverbrennungsanlage zu bauen, an der sich einige wenige die sprichwörtlich „Goldene Nase“ verdienen und dann im Gegenzug das unausweichliche finanzielle Drama einer solchen Anlage mit einem Spruch des Bedauerns auf die Allgemeinheit aufzuteilen.
(www.slowcity.at/wissen/mehr//Geschaeft_mit_dem_Muell.pdf...)

        MVA: Schema Luftverbesserungsanlage (LVA)
        Nix wird's mit der guten Luft in Tirol


*Ob die zwei allerletzten Haller Müll-Protagonisten nach ihrem Abgang aus der Haller Politik privat noch immer an die ökologische und ökonomische Sinnhaftigkeit einer Müllverbrennung in Hall glauben ist uns nicht bekannt (immerhin hatte sich der Ex-Finanzstadtrat (billiger Strom!) und Ex-Aufsichtsratsvorsitzende der HALL Ah Geh! nach eigenen Aussagen über 20 (!) Jahre ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt ohne zur Einsicht zu gelangen).



SLOWCITY – Das Gedächtnis der Stadt

!WARNUNG! Ihr Computer ist gefährdet.    (2010-04-05)

Inzwischen hat auch McAfee die Bedrohung entdeckt. Auf der Website „www.hallerblatt.at“ hat das Virusprogramm erhebliche Risiken gefunden, durch die der PC des Users gefährdet wird. Nur ein Zufall?

WARNUNG: Auf dieser Websites wurden erhebliche Risiken gefunden: hallerblatt.at
Ihr PC ist gefährdet


SLOWCITY – Das Gedächtnis der Stadt

"Wos vorbei is, is vorbei, baby blu..."         (2010-03-14)

     

„Auch von Gegnern anerkannt!"
[Dr. Hannes Margreiter über Dr. Hannes Margreiter]

"Jo, aber die vüln Gegna hobn offnbar jemand ondern gwöhlt...
[Das Wahlergebnis]

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Free Content - Free of Contents"         (2010-02-07)

Moderner Wahlkampf für Hall. Yes, he can! Raffiniert milieuoptimierte Werbesujets (mit und ohne Krawatte!). Yes, he rocks. Coole Ansagen: Margreiter - Platz eins, Margreiter - Bürgermeister. Und die Glühbirne? Schon vergessen? Nein, aber Glühbirnen sind doch Auslaufmodelle! LED braucht fast keinen Strom, da spielt der Strompreis doch wirklich keine Rolle mehr. Und das Parteiprogramm? Wo finden wir die neuen Versprechen zum selig werden? Das Programm? In Arbeit! Bitte schauen Sie in nächster Zeit wieder vorbei. (am besten vielleicht erst nach der Wahl).

Wahlprogramm in Arbeit - Für Hall
Freier Inhalt ohne Inhalt - Für Hall


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"An die Wand"         (2009-12-23)

              

       ACHTUNG Symbolfilm. Ähnlichkeiten mit dem Verhalten von
          Politikern sind beabsichtigt und nicht zufällig.

„Das am Dienstag beschlossene Zahlenwerk zeigt, dass wir nun doch einigermaßen im Regen stehen“.

So beschreibt in seinen rührigen „Gedanken zum Budget 2010, dem letzten von Bgm. Vonmetz“ der dafür verantwortliche Finanzstadtrat, Rechtsanwalt und Aufsichtsrat der Hall Ah Geh!, Dr. Johannes Margreiter (billiger Strom), nach sechs Jahren rosa-goldiger Führung die finanzielle Situation der Stadt Hall. (wobei Margreiters Gesülze von „Lieber Leo…zum großen Abschiedskonzert….ein erster Abschiedston ….letztmalig als Bürgermeister.... letztmalig als Stadtoberhaupt……Abschiedsklänge in weihnachtlichen Weisen“ so klar wie selten für sich selbst redet und jedem Haller wieder klar in Erinnerung ruft: Margreiter will es endlich dort hin schaffen, wo Vonmetz nun den Platz räumt. Verbissen und um jeden Preis. Er will auf den Sessel des Bürgermeisters)

Zurück zum Niederschlag. Vielleicht wäre es ehrlicher, wenn Hannes Margreiter (billiger Strom) von „an die Wand gefahren“ sprechen würde als poetisch etwas von „einigermaßen im Regen stehen “ zu flöten. Aber womöglich scheut er dieses Bild, da es unwillkürlich eine Frage nach sich ziehen würde. Die Frage: wer saß denn am Steuer?

Schwerwiegender als die Verschwendung von Geld – diese begann ja lange vor Rosa-Goldig – wiegt jedoch die Vernichtung von Vertrauen in die Politik. Die demokratiepolitischen Scherben der letzten sechs Jahre werden diese Stadt noch lange mitprägen. Ob es die Klagedrohungen gegen die Initiatoren einer Volksbefragung waren, die Geringschätzung von engagierten Bürgern von Nachbargemeinden (Absamer Einmischung so „notwendig wie ein Kropf“), Ignoranz gegenüber Bürgerforen (Untere Lend, Hall West) oder die aktuell nicht geführte Diskussion mit den betroffenen Eltern der Schönegger Hauptschule bzw. des Haller Gymnasiums, das Muster war immer dasselbe: Nicht das Wahrnehmen sondern der Sieg zählt. Als Mittel dient Hannes Margreiter (billiger Strom) nicht der offene Dialog sondern die Gewalt im guten Anzug. Das Ergebnis einer solchen Politik sagte Margreiter, dessen Magie inzwischen verblasst ist, bereits vor zehn Jahren für sich selber voraus: Was der Mensch sät, das wird er ernten.

                      Wahlfolder
                      Hannes Margreiter (billiger Strom): Wahlwerbung 1998


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"Bitte warten II "         (2009-11-18)

TVB Vollversammlung zur Wahl des alten Aufsichtsrates:
Fast 3 Stunden Schlangestehen für einen Wahlzettel haben sich gelohnt, denn nun wissen wir:

1. die ungültigen Vollmachten für das Jahr 2008 der Liste Moser wurden für gültig erklärt.

2. es ist nicht möglich, Marketingausgaben qualitativ zu bewerten (Margreiter).

3. eine Miese von € 500.000 bei einem jährlichem Gesamtbudget von
€ 2,000.000 - ist möglich.

4. die EURO-Veranstaltung war nicht ganz so gut, kostete dafür auch
nur € 100.000.

5. der Aufsichtsrat wurde von 267 Stimmen nicht entlastet - Rekord!

6. dem Aufsichtsrat ist's Wurscht, der kann sich mit seinen eigenen Stimmen eh immer selbst entlasten.

7. leider gab es nach der Ausstellung der Wahlzettel nur noch Zeit zur Präsentation der wichtigsten Wohltaten, z. B. die vom TVB eingefädelte "Eurovision" vom Mullerlauf (bis nach Hessen!).

8. dem Land ist das alles Wurscht, muss es doch weder das Geld verdienen noch in der Schlange anstehen!

10.500.000 Euro (oder 144 Millionen Schillinge) später ist sich Ex-Obmann Margreiter nun sicher: Es ist besser, er kümmert sich wieder um seine Kanzlei.

Wir auch!

Toni Berg
Institut für klare Sprache

  TVB Hall Wattens: Vollmachtvordruck für die Vollversammlung 2009. Man beachte das Datum 18. November 2008!
  Herr Margreiter, steckt da wirklich Absicht dahinter?

"Bitte warten I"         (2009-07-30)

Eine Telefonnummer. Kein Inhalt, keine Information. Oder überhaupt nur: „Fehler. Bitte wenden Sie sich an den Administrator.“

Wer wissen will, in welchem Zustand sich die rosagoldige Regierungskoalition befindet, braucht nur einen Blick auf eine der beiden Websites zu werfen.
Margreiters goldiges „Für Hall“ steht seit dem Regierungsantritt 2004 für Stillstand. Die „verstärkten Informationen mittels neuer Medien“ waren - wie der billige Strom und die Entpolitisierung der Stadtwerke, der neue Stil der Zusammenarbeit, die Bezirkshauptmannschaft in Hall, das Schulkonzept, das Verkehrskonzept, das Kulturkonzept, das Radwegkonzept, das moderne Sportzentrum – nur Feinstaub in den Augen der Wähler.

Der rosige Koalitionspartner hat seine Website überhaupt vom Netz genommen. Der Spruch dazu: „Wen interessiert denn schon gestern. 2010 sind Gemeinderatswahlen!“ Bis dahin sollten sie, liebe Wählerin, lieber Wähler, gefälligst und bitte schön das Nichtstun unserer Volksvertreter der letzten sechs Jahre vergessen haben. Damit sie, ohne zu Denken, ihre Stimme, ihre Ansprüche, auf’s Neue für sechs Jahre bei unserer Haller Politges.m.(total)b.H. abgeben können.

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  Website
  Goldig: "Für Hall"

  Website
  Rosig: "SPÖ Hall in Tirol"

"Autsch!"         (2009-06-15)

Beschränktheit schmerzt. Wir Haller wissen das. Zum Beispiel leiden wir ja neuerdings unter beschränkten Finanzen. Also sozusagen an kommunaler Geldarmut. An Mutarmut hingegen nicht nur neuerdings. Auch an geistiger und kultureller. Trotz alledem: den größten Schmerz verursacht die lokale Politges.m.(total)b.H. .

Jetzt, nach den fetten Jahren der Geldvernutzung (17 Millionen Parkhotel (..und es geht weiter), 30 Millionen Fernwärme, 1,8 Millionen Kraftwerk Weißenbach, 2,5 Millionen Sportplatztribüne ("Wir werden verhindern, dass die Akten im Schreibtisch des Bürgermeisters verschwinden." Martin Lindenberger, Bezirksblatt vom 18.1.2006), ¼ Million Zistererbühne, ½ Million Steinegger-Pfeifer-Irrtum), ruft der Gemeinderat einstimmig (selten!) aber einfältig (häufig!) nach dem Sparstift (siehe „Lexikon populistischer Dummheit). Dazu, als ultimative Steigerung dieses Tricks, schreit der Finanzbehördling - wer sonst – aus der ersten Reihe: „Budgetsperre!“ Budgetsperre? „Budgetsperre!!“

  Haller Politiker müssen jetzt die Löcher im Budget stopfen

Dass ausgerechnet unsere Volksvertreter die von ihnen selbst gerissenen Löcher stopfen werden, darf wohl unter „verbaler Zaubertrick der lokalen Müllpresse“ abgelegt werden (oder haben sie jemals wieder etwas vom Wunsch nach einer „Nulllohnrunde“ bei Halls Gemeinderäten gehört?). Da kommt die Weltwirtschaftskrise als Ausrede für die eigene Misswirtschaft gerade Recht: „Verringerte Ertragsanteile!“

                      Wunsch einer Nulllohnrunde an's Christkind
                      „Wünschen darf man sich viel“
                      (RA Johannes Margreiter (billiger Strom!),
                      BB vom 27.Feber 2008)

Somit wird in Hall (auch in diesem Punkt unterscheidet sich unsere Stadt nicht vom Durchschnitt) ein Prinzip der neoliberalen Lehre angewandt: Nur das Unglück wird auf alle verteilt oder – wie es Peter Turrini so schön formuliert – privatisiert.

Denken sie dran: beim Bezahlen ihrer nächsten Stromrechnung, bei ihrer nächsten Parkgebühr, ihrem Schulgeld, ihren Müllgebühren, ihrer Internetrechnung, ihren Wasser- und Kanalgebühren und ihrer Miete für den Veranstaltungsraum.

Unser Rat? Fahren sie mehr Rad.

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"So schlimm war es noch nie"         (2009-01-01)

Bereits einen Tag vor Silvester hatte sich der erste schwere Unfall mit Feuerwerk im Burgenland ereignet. Ein 37-jähriger Mann zog sich am Dienstagnachmittag in St. Michael (Bezirk Güssing) schwere Gesichtsverletzungen zu, als er mit einer Rakete hantierte, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland heute, Mittwoch. (Der Standard vom 31.12.2008)

Im Verbandszimmer der Ambulanz habe es wie auf einem Kriegsschauplatz ausgesehen, berichtete der erste Oberarzt der Universitätsklinik (Landeskrankenhaus) für Dermatologie, Josef Koller. Viele Verbrennungen im Gesicht und an den Händen - entstanden durch unsachgemäße Benutzung von Raketen und Böllern in Verbindung mit übermäßigen Alkoholkonsum. (Salzburger Nachrichten vom 1.1.2008)

In Wien hatte ein 14-Jähriger im Innenhof einer Wohnhausanlage Schwarzpulver in eine Flasche gefüllt. Der Schüler hielt diese, als sein 13-jähriger Begleiter den Inhalt entzündete. Beim Eintreffen der Hilfskräfte lag der Bub am Boden und blutete an der erheblich verletzten Hand so wie aus dem Mund. Er und sein Freund erlitten außerdem Verletzungen an den Augen. (Die Presse vom 1.1.2009)

Vermutlich durch eine Silvesterrakete ist der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in einem Schrebergarten in Wien-Liesing gegen 23.30 Uhr in Vollbrand geraten. Das etwa 40 Quadratmeter große, unbewohnt Gebäude wurde schließlich komplett von den Flammen vernichtet. (Die Krone vom 1.1.2009)

In Bad Goisern (Bezirk Gmunden) ist einem 26-Jährigen beim Zünden eines aus Osteuropa stammenden Feuerwerkes eine Rakete ins Auge geschossen worden. (Die Presse vom 1.1.2009)

Im Bezirk Radkersburg in der Steiermark detonierte am Nachmittag in einem Raum ein Böller in der Hand eines 22-Jährigen, der dabei zwei Finger ganz bzw. teilweise verlor. Ein neben stehender Bursche wurde ebenfalls verletzt. (Die Presse vom 1.1.2009)

Zahlreiche Verletzte sind in Tirol auf das Konto der alljährlichen Silvesterknallereien gegangen. Eine in der Hand explodierte Rakete verletzte einen jungen Mann in Brixlegg schwer. (Die Presse vom 1.1.2009)

Verbrennungen im Gesicht, Bauchbereich und an den Händen hatte ein 17-Jähriger davongetragen, als er in Fügen im Tiroler Zillertal kurz vor Mitternacht auf einem Feld eine Abschussrampe für Raketen baute. Bei den Vorbereitungsarbeiten explodierte aus unbekannter Ursache ein Feuerwerkskörper. (Kurier vom 1.1.2009)

Auch für einen Fahrzeugbrand in Zirl (Bezirk Innsbruck-Land) dürfte eine Silvesterrakete verantwortlich sein. Die Polizei ging davon aus, dass der Knallkörper unter dem Auto in die Luft flog und es so in Brand setzte. Beim Versuch das Feuer zu löschen, verletzte sich ein 31-jähriger Tiroler. Er wurde ins Krankenhaus in Hall eingeliefert. (Die Krone vom 1.1.2009)

"Frauen sind geduldiger"         (2008-12-31)

In ein paar Stunden ist's wieder soweit: Mitternacht. Eine Stunde später haben hunderttausende Raketen den Himmel in allen Farben erstrahlen lassen und an die 1000 Personen werden wieder - wie jedes Jahr - ärztliche Hilfe benötigen: Gehörschäden, amputierte Finger oder der Verlust des Augenlichtes. Die meisten Verletzten oder Toten sind jedoch schon lange vor Silvester zu beklagen: bei der Erzeugung der Feuerwerkskörper, die überwiegend in China und dort vorzugsweise von Frauen verrichtet wird. "Frauen sind geduldiger", erklärt der Juniorchef eines pyrotechnischen Großbetriebes. Die meisten seiner 2 200 Beschäftigten sind Frauen. Ihre Arbeit ist ausnahmslos gefährlich. Und viele der eingesetzten Chemikalien sind so gefährlich, dass sie in Europa entweder verboten oder mit so strengen Auflagen verbunden sind, dass eine Produktion unrentabel ist. In China sind Auflagen, die Sicherheits- und Sozialstandards betreffen, unbekannt, Gesetze stehen infolge von Korruption nur auf dem Papier. Diese Kombination aus fehlendem Arbeitsschutz und einem 17-Stunden-Tag führt immer wieder zu verheerenden Unfällen. Die offizielle Statistik spricht von 10 000 Unfallopfern in den letzten 20 Jahren, die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher sein.
[mehr Information zum Thema "Feuerwerkskörper" finden Sie hier...]

SLOWCITY – Das Gedächtnis der Stadt

  01.01.2009 00:00:02 uhr; foto: slowcity.at
  [2009-01-01 : 00:00:02 : donnerstag : PUBLIC : foto slowcity.at]

Das hat die Welt noch nicht gesehen (Xavier Naidoo) oder
"Dieser Weg wird kein leichter sein?" (vulgo Billiger Strom)     (2008-12-18)

Der Weg wird also kein leichter sein. Aber steil wird er (alter Bergsteigerspruch). Könnten wir unserem Finanzbehördling (billiger Strom) auch nur einen Glauben schenken, wird ab dem kommenden Jahr wieder einmal alles anders und – wir hören - „politischer Kleinkram hintangestellt“ (O-Ton MS) und – wir staunen - „das Lösen von Problemen zur neuen Handlungsmaxime“ unserer lokalen Haller Politges.m.(total) b.H..
Nun also: 2009, das Jahr, in dem alles gut wurde? Leider ist diese wunderbare Prophezeiung an eine Bedingung geknüpft: Die Antwort auf die Frage an die Haller Gemeinderäte (nicht an uns), ob „wir uns den Luxus leisten und der Bevölkerung zumuten, Politik [auch weiterhin] ausschließlich auf der Ebene persönlicher Befindlichkeiten zu betreiben“.

Da möchten wir doch gleich eine Kostprobe dieses neuen Geistes zu uns nehmen, ein Stamperl, als Miteigentümer der HALL Ah Geh!! zum Jahresende an einige noch unbeantwortete Fragen erinnern und unseren Haufsichtsratsvorsitzenden höflichst, und wie immer unbefindlichst, darum ersuchen, uns die Antworten des Christkinds unter den Weihnachtsbaum zu legen:

Herr Haufsichtsratsvorsitzender, hat uns Ah-Geh!!-Eigentümern Ihre „pfeifer’sche Unpässlichkeit“ bzw. dessen Schweigen nun summa summarum wirklich die kolportierten 360.000 Euro an Schadenersatzzahlung gekostet?

War der Verlust heuer wirklich wieder siebenstellig, den das Ah-Geh!!-Fernheizwerk durch die betriebseigenen Schornsteine verblasen hat?

Waren zwei pachtfreie Jahre, eine umsatzabhängige Pacht für danach und ein neuer Wellnessbereich - bei Ihrer Ehr' (mutig vermerkt) - die einzigen Geschenke, die bei der Neuvergabe unseres Parkhotels verteilt wurden?

Herr Haufsichtsratsvorsitzender, waren es tatsächlich mehr als 1,8 Millionen Euro (24,768.540,- Schilling), die für das „Das-machen-wir-um-jeden-Preis-Kraftwerk“ Weißenbach in den Haller Schuttkegel gesetzt wurden?

SLOWCITY – Das Gedächtnis der Stadt

   Meister Margreiter's (billiger Strom) amtliche Sprüche in jenem Medium, das er vor der Wahl noch unbedingt abschaffen wollte.

MASSEN     (2008-12-02)

Quantität bedeutet schon seit längerem mehr als alles andere, irgendwie absurd - zwischen den Milliardendieben und der Billigausgabe der Streber nach mehr: den Pfennigfuchsern (eine Form von Schrumpfgehirn, massenhaft verbreitet ..) - zwischen den zwei Polen entfaltet sich Niedergang.
Ebbe und Flut - auch die Menschheitsgeschichte ist lunar bewirkt.

Das Stadtmarketing als Charakter ist auf der Höhe der Zeit, auch in den Müllzeitungen kündigen sie lieber eine einzige Plattheit immer wieder an - wochenlang, bei Bedarf monatelang (Mittwochmarkt: immer derselbe Text, Jahresschaltung) - erstens, weil denken und WAHRnehmen schmerzt, und natürlich auch auf Grund von Geldfluss (= der Einfluss, den Zeitungskrämer am liebsten haben; als Ausfluss Intim-Symptom bürgerlicher Repräsentation).

Die Lokalzeitungen sind der letzte Rest ausgetrockneter Kuhfladen einer Hinterwelt, die im Jetzt herumtappt und rasant ins Nichts des Vergessens stürzt.

   Auch beim Newsletter geht das Stadtmarketing konsequent den eingeschlagenen Weg: Quantität vor Qualität - Vier sind besser als Einer

HILFE!     (2008-10-26)

Das Stadtamt hilft uns. Diesmal beim Sparen. Ab jetzt können wir uns nämlich den Weg zur städtischen Amtstafel sparen. Oder besser könnten wir. Die Hilfe mit dem elektronischen Anschlag im modernsten Medium hat nämlich einen Haken: Gewartet wird dieses Wunder - nein, nicht von städtischen Beamten - sondern von unserem städtischen Vermarktungsservice mit beschränkter Haftung. Ob und nach welchen Kriterien die amtlichen Mitteilungen dort ausgewählt werden ist somit eine Frage des - Marke-dings-da. Deshalb wurde wahrscheinlich schon bei der Ankündigung darauf verwiesen, dass kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht.

     Die Amtstafel Online ohne Information (2008-10-26)

Slowcity wird diese Lücke schließen. Hier bei uns finden sie künftig alle wichtigen Anschläge, die den städtischen Vermarktern kein Kilobit wert sind. Zum Beispiel die Kundmachung der gewerberechtlichen Verhandlung zur Errichtung einer Umladestation für Hausmüll in ihrer Nachbarschaft.

  

SLOWCITY - Das Gedächtnis der Stadt

(2008-10-12)

Alles wird billig, nur die Kosten dafür sind so hoch wie noch nie ..

Wladisput Hope

David gewinnt!     (2008-09-23)

Slowcity gratuliert Markus Wilhelm und Thaddäus Schäfer zu ihrem Erfolg im Kampf - nein, nicht gegen die TIWAG sondern - gegen ein paar Figuren, die schon lange nicht mehr zwischen eigenem und öffentlichen Eigentum unterscheiden können (genaues unter www.dietiwag.org). Auch deshalb hat dieses Urteil eine wesentliche Bedeutung: als Warnung an alle Aufsichts- und Gemeinderäte, dass sie nicht Eigentümer, sondern Eigentümervertreter sind und dementsprechend zu agieren haben.
Aus dem Urteil zum TIWAG-Prozess: "Die Tiwag stehe zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Tirol und verwaltet öffentliches Gut. Damit einher gehe aber auch das Interesse der Öffentlichkeit an Informationen über das rechtliche Schicksal dieses öffentlichen Gutes". Und weiter:"Bei einer Abwägung in diesem Interessenskonflikt und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass mit diesem Vertrag indirekt auch die Öffentlichkeit Rechte eingeräumt und Verpflichtungen auferlegt erhalten hat, welche für Jahrzehnte bestehen bleiben werden, sei das Interesse an der Information der Öffentlichkeit über diese Rechte und Pflichten höher zu bewerten als das Interesse der Klägerin - also der Tiwag - an der Geheimhaltung der Vertragsbestimmungen. Aufgrund der Eigentumsverhältnisse an der Klägerin sei es legitim, wenn sich die Öffentlichkeit ein Bild über den Vertragsinhalt machen könne."

Damit hat das Urteil des Landesgerichts Innsbruck im TIWAG-Prozess auch eine Folgewirkung für unsere Hall - Ah! Geh! hin oder her: Die Verpflichtung zur Information der Eigentümer. Nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance für eine völlig neue Kultur des Miteinander.

     
Freier Tag für's Auto?     (2008-09-22)

September 2006. Strahlender Herbsttag und strahlende Gesichter. Passender Rahmen. Anwesend sind wichtige Vertreter von rosa (..vorführen lasse ich mich nicht) bis grün und Herr Landesumweltrat mit Sohn, extra vom Land angereist, um diesem Akt beizuwohnen. Der Anlass: Halls Beitritt zum Klimabündnis. Höhepunkt: Unterschrift, dazu Trommel und tanzende Kinder für den Autoverzicht, anschließend Würstel mit Bier.

     
     Foto: Haller Stadtzeitung

September 2008: Die Stadt Hall steht, wie auch die Jahre davor, in der Liste der Teilnehmer zur Aktion "Autofreier Tag". Das genügt den Verantwortlichen als Beitrag. Weder von "Autofrei" in der Altstadt noch von sonstigen Aktionen ist etwas zu bemerken.

     
     Foto: slowcity

Klimabündnis? Autofreier Tag? Wertlose politische Ankündigungen mit der Halbwertszeit von Polonium.

Für die Kristall-Sauerei in der Burg Hasegg     (2008-04-19)
     

Einmal im Jahr vergeben wir für die schamloseste, "nachhaltigste" und dümmste Unkulturleistung das Autokennzeichen SHIT 1.
Ohne Zweifel gebührt diese Marke heuer der an Kommerz-Schmuse kaum mehr zu übertreffenden sogenannten Ausstellung mit der Bezeichnung "Kristallgeschichten im Münzerturm". Eine ausführliche Begründung für unsere Entscheidung finden Sie - ganz offiziell - auf der Titelseite der Haller "Stadtzeitung". Mehr kann dazu keiner sagen, gönnen Sie sich das. O Schreck: Es ist eine "Dauerausstellung"!! (Hat Swarovski den Münzerturm gekauft? Ach, lieben Swarovski-Brüder & Andere sind Heller: Kauft doch gleich das ganze Hall und setzt es unter Glitzer! Die Kommerzlinge dieser Stadt werden gar nicht merken, wie schnell sie in Euch ersoffen sind.) Trost spendet der Gedanke, wie vergänglich alles ist. Ach, was für Geschichten macht Ihr in Hall!

TIROL STECKT                              (2008-04-17)
        
     Foto: Bezirksblatt/Nagiller

Sie "diskutieren über die Zukunft des Landes".
Dabei betteln sie doch nur um ihre Macht. Wahrscheinlich ist an der ganzen "Kampagne" (mit "009" und "Tirol ist ja sooooooo schön!" im Großformat, und: "Das ist noch keine Wahlbelästigung, die ÖVP" - der wirkliche Text wäre gar nicht so unwitzig.. ) nicht einmal das "Podium" an der Diskussion wahr. Handelt es sich doch kaum um mehr als einen Stammtisch, die Burschen sitzen ganz schön im Dreck. Seid so gut: belästigt uns nicht mit Euren Scheinwelten. Da hilft kein Weinen und kein Beten: Gott (war das damals bei Erich Kästner) ist aus der Kirche ausgetreten, wir brauchen neue Politiker. Wo sind sie?

Hall hat's!                              (2008-04-10)

Jein                              (2008-03-22)



Heute: Wir basteln uns eine Kundenzeitung               (2008-03-08)


   Jede Müllverbrennungsanlage hat eine. Die BAWAG hat auch wieder eine. Die TIWAG hat schon lange eine. Politische Parteien hatten schon immer eine. Die Wirtschaftskammer und die Arbeiterkammer haben - natürlich - eine.
Jetzt haben auch, Hall Ah Geh!! sei Dank, die Stadtwerke eine bitter nötig.

Die Kundenzeitung. Ein beliebtes Instrument, dem Abnehmer Sand in die Augen zu streuen. Ihn blind zu machen für die tatsächlichen Vorgänge der Geldvernnutzung. Ihn glauben zu lassen, bei den Richtigen dabei zu sein, den Gewinnern. Vorher muss aber noch schnell konsolidiert werden. Die Fehler der Vorgänger müssen ja abbezahlt werden.

Beginnen wir fröhlich mit der Bastelarbeit. Wir brauchen: etwas Hochglanzpapier, so viele hübsche Bildchen und so wenig Information wie möglich. Geld ersetzt fehlende Kreativität. Und schon ist es fertig, das Blättchen, das den Weg zum Kunden im Blättchen findet.

Wichtigste Regel: Texte bleiben frei von Information, sie sollen lediglich vom Wesentlichen, den Tatsachen, ablenken.
Die Tatsachen: Zum Beispiel das technische und finanzielle Desaster im Fernheizwerk. Die Verantwortlichen würden den Ofen lieber heute als morgen abdrehen. Den jährlichen Millionenabgang trägt solange der liebe Ah-Geh!!-Kunde, mit angepassten Tarifen.
Oder die Vierstern-Geldverbrennungsmaschine Parkhotel in einer Stadt mit Einstern-Marketing. Der Direktor lässt lustig den Modellhubschrauber in der Hotelhalle fliegen während der Betrieb nicht einmal die Betriebskosten erwirtschaftet.
Stattdessen, zur Ablenkung: "eventum", Locations gediegen, designed, rustikal oder high-tech.

"Viel Spaß beim Lesen!".
Danke Herr Generaldirektor.


                    




Die üblichen Phrasen..               (2008-01-23)


   ..jetzt überrascht er uns aber wirklich, der neue herr vorstandsvorsitzende der stadtwerke. nachdem seit rosa-goldig jux und besonders tollerei zum grundprinzip der stadtwerke wurde, soll jetzt plötzlich schluss damit sein. nur die  zeche für die margreiter'schen tollereien (von pfeifer bis zisterer) muss noch bezahlt werden, bevor - wieder einmal - endgültig mit dem sparen begonnen wird.
diesmal sind es die wasser- und kanalkunden, die zum aderlass geführt werden (+ 12%), das letzte mal waren es die dauerparker (+ 25%), auch die alten Leute in den städischen Heimen brauchen sich über mangelnde Erhöhungen nicht beschweren. eine bequeme entschuldigung (jaja, die böse EU) wird mitgeliefert. der vergleich, dass es noch größere geldvernutzer gibt, darf - wie üblich - nicht fehlen.
einstimmig schweigt der rest.

überraschend erklingt aus den tiefen der feigheit und anpassung der chor der schweigheiligen, schweigend aber laut vernehmbar durch angstgeruch ..


litanei der schweigheiligen:

o du heilige sparkanone - weil da chef 250.000 mit'm zisterling verjuxt hat. / a theater wollt er a no habn: ja in innsbruck und in pradl und in hall..

o du heiliges sparschwein - weil da chef 360.000 mit am chef verschissn hat, den a wieder aussihaun hat müassn: ja in innsbruck und in pradl und in hall..

o du heiliges spargefühl - weil die rossi-äpfel doch nit zum fressn warn, habn ma jetzt in da HALL Ah Geh!! an grund übrig, aber koan grund, ins zu frein: ja in innsbruck etc..

o du dummselige bürgerschaft - weil du dich immer wieder neu betrügen lasst, mit spar-erhöhungen. deine verTRETER sparen.


                    




Christbaum-Entsorgung ..               (2008-01-07)



PROFIT NEUJAHR!                 (2007-12-31)


              




Auch Stadtvieh macht Mist ..
(vom BUDGETgemeinderat)
                 (2007-12-05)


.. BUFFET




gespenstisch .. ein Kurzbericht vom 27.11.2007, Thaur Altes Gericht


VOLL an der jährlichen Versammlung des Tourismusverbandes der Region war nur die zaghafte Mundigkeit, in der die Nutzung von € 1,5 Mio den Pflichtmitgliedern (und damit Spendern dieses Geldes) plausibel gemacht wurde. Ein Tanz mit Zahlen, die dem schweigenden Publikum pflichtüblich vor- und heruntergelesen wurden. Dazwischen Hostessen des TVb neu, in schwarzer Trauerkleidung mit altertümelndem Y im Tirol (tYrol im Nacken), dazu die zwei Haller Leit-Stiere in roter Schifahrerverkleidung: Vorbeter in demütigem "könnte" und "sollte". Der Obmann (Skifahrer rot) lobte sich und die Zukunft, der vom Stadtmarketing (Skifahrer rot) lobte sich, seine zwei Mitarbeiterinnen und die Zukunft, die neue Geschäftsführerin (Trauerkleidung "TYrol") lobte alle und sprach von der Geduld, die man haben müsse. Gekommen waren sie aus der ganzen Region, gesprochen wurde - bis auf Radieschen, Besinnungsweg und Schneekanone - nur von Hall. Alles Hall. Kein Laut, höflich dämmerten alle der kommenden Speisung entgegen.

Doch zwei kurze Momente gab es, die hatten die schöne Eintracht beinah gestört:  Der eine (Skifahrer rot) meinte - unvermutet und ganz ohne Not: den Geschäftsführer 06/07 habe er so schnell entfernt, um den Betrieb vor größerm Schaden zu bewahren. (Nicht neu, die Behauptung, sie beschäftigt Gerichte und wird den Verband einiges kosten. Doch darüber kein Wort.) Und reichlich am Ende der freundlichen Feier ward Tulfes das Wort: Dank und süßes Gefühl für die neue Schneekanone - aber das müsse er jetzt doch auch noch sagen: mit dem Hinausgeschmissenen sei das gar nicht so gewesen, wie's der Obmann gern darstellt: im Gegenteil, man habe mit ihm hervorragend arbeiten können. Und er von Tulfes habe nur die eine Bitte, eigentlich die wichtigste: daß man sich möglichst rasch vergleiche. Noch eine Frage? Schweigen. Essen, Trinken. TYrol.


BÜRGERVERSAMMLUNG GETRENNTER ABSICHTEN          (2007-10-24)

Die von einem Dutzend Bewohnern der Altstadt geforderte Stadtteilversammlung (24.10.07, barocker Stadtsaal) war erfolgreich, was die Beteiligung und die lebendigen Wortmeldungen der betroffenen Bewohner betrifft.

Erstes Thema: Verkehrsberuhigung, aber nicht Schließung der Altstadt – man war allgemein der Meinung, dass die derzeit verordnete Spielstraßen-Regelung ausreichte, wenn sie nur eingehalten würde. Was noch viel zu wenig gelingt. Vielen Autofahrern muß erst bewusst werden, dass Spielstraße Schrittgeschwindigkeit bedeutet, und das sind eben nicht 30 km/h, sondern höchstens 5-7 km/h. Polizeiliche Überwachung und die von Funktionären der Politik am Podium wieder einmal in schneller Einfalt geforderten Strafen „zur Abschreckung“ haben schon deshalb keine Chance, weil selbst der Chef der Polizei diese als „unrealistisch“ vor dem sonstigen Arbeitsaufwand seiner Behörde bezeichnet. Also muß es andere Wege geben, die bereits bestehende Lösung durchzusetzen: vorgeschlagen wurde u.a. ein Stadtspiel zur Langsamkeit. Einen Tag des Langsamfahrens einrichten, an dem einmal nicht immer nur die unseligen Reflexe des Übertrumpfens gelten?! Dieses immerwährende der erste sein wollen, der schnellste, der ausdauerndste, der machgierigste (Stadtlauf, Turmlauf, Radlauf, Halbmarathon, etc ) Da dieser Vorschlag zur Langsamkeit nicht von den Politikern kam, war er - kaum ausgesprochen - schon vergessen

Andere Themen: Mobilität und Lebensqualität, vor allem auch die Nachtruhe der Altstadtbewohner sollen nicht noch mehr durch unsinnige Festl-, Markt- und andere „Stadtbelebungsaktionen“ behindert werden, auch nicht durch Nachtlokale. Stadtmarketing Gsaller fand dazu keine Worte, er flüchtete sich in Reklame: Doch was er als „Wir-Gefühl“ und „beispielgebend für ganz Österreich“ für sich verkaufen wollte, wurde von den Bürgern mit wenigen Worten abgewiesen. Eine Geschäftsfrau fragte, wer denn dafür verantwortlich sei, dass die Bewohner von den Behinderungen immer erst viel zu spät erfahren, ob es da keine Koordination gibt ( - da hörte man von Gsaller, dem diese Aufgabe übertragen ist, dann kein Wort -), ein anderer meinte, dass es mit dem ganzen „Schaas“ von überflüssigen Radieschen und Knödln und Fischen usw. doch mal Schluß sein müsse: die Leute, die in der Stadt schlafen, müssen den Radau der betrunkenen Besucher viel zu oft verkraften. Diese Bewohner der Stadt seien das Lebendige, nicht die Zufallsgäste von außen.

Wie überhaupt die gesamte Veranstaltung seitens der politischen Klasse nicht über das bemühte „Abführen“ einer demokratie-politisch scheints notwendigen Pflichtübung hinausging. Wie ernst die Sache ist, war den einigermaßen gut vertretenen Parteien an sich klar; dass der für den Verkehr Verantwortliche (Visintainer vom Bündnis der Rosa-goldigen) nicht anwesend war, überraschte keinen. Man war gekommen, die lästige Verpflichtung hinter sich zu bringen. Man wählte den akustisch für Dialog unbrauchbarsten Saal der Stadt, man baute die üblichen herrschaftlichen Grenzen auf: am Podium – oben - die „Fachleute“, die Direktoren: Stadtverwaltung, Stadtmarketing, Stadtbauamt. Unten das Volk. (Daß es anders auch geht, zeigt die seit kurzem eingeführte neue Sitzordnung des Gemeinderats, wo man sich endlich einmal in die Augen zu schauen begonnen hat.) Das alles liebevoll moderiert von unserem Bürgermeister, der keinem weh tun will, womit er das für Hall typische Klima des belanglosen Herum- und Aneinander Vorbei Redens nur verstärkt – er beschwichtigte die erstaunend klaren Wortmeldungen der Bürger und liess deren tatsächliche Anliegen in einem Sumpf selbstgefälliger Funktionärs-Werbe-, Selbstlob- und „Wir machen das schon, aber keiner ist perfekt“-Sprüchen untergehen. Verena Schebrak von der „slowcity“- Bewegung forderte die Einrichtung einer ARBEITSGRUPPE, in der Betroffene aller Richtungen (Altstadtbewohner, Geschäftsleute, Kulturschaffende, Denkmalamt, Stadtplanung, Politiker, TVb, Wirte) regelmäßig zusammen arbeiten, als konkretes Ergebnis der Veranstaltung. Mal schaun, was draus wird!

PS: Sollen wir uns entmutigen lassen, weil es im bisherigen Machtspiel noch immer so war, dass man „die unten“ reden lässt, während „die oben“ sich’s richten?! Manche Politiker glauben ja immer noch, dass die Bürger in der sogenannten „repräsentativen“ Demokratie nur für das Ankreuzen auf Wahlformularen geeignet sind. Sollen wir uns von den ständigen Misserfolgen der „Fachleute“ entmutigen lassen? Müssen wir zusehen, wie diese Stadt verspielt wird? (Stadtwerke Ah Geh! Salz der Stadt?? Selten noch ist es einer politischen Macht in so kurzer Zeit gelungen, das „Familiensilber“ (um mit MS zu sprechen) zu verjuxen. Vor kurzem noch hatten wir gut funktionierende Stadtwerke; Jetzt haben wir da neue Sprüche und vier (anstatt einem) gut bezahlte Direktoren. Wo sind die Aufsichtsräte? Uns ein „Wir-Gefühl“ einzureden, wo „wir“ doch nur gemeint ist, wenn es um Umsatz geht? Wo Kulturträger wie die Galerie St.Barbara, die seit 40 Jahren beispielhaft für Hall arbeiten, bei den „Wir-Gefühl“-Funktionären nicht vorkommen, aber auch andere nicht, z.B. die ebenso vorbildlich arbeitende Musikschule, auf deren die Stadt belebende junge Kräfte man ohneweiters im Machtkampf des „Wir-Gefühls“ nach der Ausschaltung aller kulturellen Interessen im TVb verzichtet hat. Als das Stadtmarketing vor mehr als 10 Jahren gegründet wurde, forderten wir als vierte Kraft darin auch die Kultur. Es gibt einen Schlichtungsausschuß, bestehend aus Stadt, Kaufmannschaft, TVb. Wir fordern da hinein zusätzlich zwei Vertreter der Kulturarbeit. Und wir fordern einmal im Monat eine Arbeitsgruppe „Stadt und Leben“.

www.slowcity.at






Großer Erfolg FÜR HALL - die Augasse wurde für den Automobilverkehr endlich "komfortable und sicher" gemacht          (2007-09-01)



ÄTSCH!           (2007-08-13)



Kultur ist unsere Natur           (2007-07-30)



(2007-07-13)



Glückliches Händchen           (2007-06-09)

Der Obmann des TVB hat es durch sein glückliches Rechtsverdreherhändchen geschafft einen Medialen Wert von ca. € 50.000 - 100.000,- zu verpulfern indem er die Negativmeldungen über den TVB in der Presse verursacht hat, kein Ende in Sicht! Die Lächerlichkeiten des TVB durch geeignete Werbung aus den Köpfen der Leser und Betroffenen "wegzuwerben" würde sicher noch mehr kosten. Der Aufsichtsrat (Oberhofer, Fröschl, Bernard, etc.) und der Vorstand (Leopold Wedl, Braun) schauen tatenlos zu, dies würden Sie in Ihren eigenen Betrieben sicher nicht tun, wenn ein LOHNEMPFÄNGER (Margreiter bezieht als einziger Obmann Geld für seine Konsulenz) die Firma (Wedl, Swarowski, Reschenhof/Engl, Fröschl, Bernard etc.) so durch die Medien schleifen würde mit dem Argument:"Bin gewählt". Als Rechtsanwalt hat Margreiter dem Tourismusverband aus persönlichen Gründen zu einer unbegründeten Entlassung des Geschäftsführers geraten. Doppelt schlimm, da er auch noch Obmann ist. Logischerweise haftet er zuletzt als Rechtsanwalt für diese falsche Entscheidung und der Tourismusverband muß das Geld bei Verlust rückfordern. Bezahlterweise (€ 12.000,- pro Jahr für Konsulenz) eine falsche Rechtsauskunft durch den Rechtsanwalt, wenn das keine Haftung mit sich bringt?!

Toni Berg
Institut für klare Sprache


Der aufmerksame Leser unserer Seite ist informiert: die politische Luft ist so dünn, dass es keiner darin allzu lange aushalten würde. So versuchen die Kerle, dieser politischen Luft, wann immer es geht, zu entkommen um durchzuatmen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Grundgesetz: Die anderen müssen zahlen. Und die anderen sind in diesem Fall immer WIR anderen. Besonders dünn wird die Luft in der Zeit nach den Wahlen. Zu diesem Zweck wurde auch von den Gewählten, nicht etwa von den Medien, die 100-tägige Schonfrist erdacht. Sie dient einem einzigem Zweck: der Verkürzung der Zeit zwischen den Urnengängen. Die hunderttägige Schonzeit der letzten Gemeinderatswahl in Hall ist schon lange vorbei, die Halbzeitbilanz erzeugte sogar bei unseren VolksverTRETERN Ernüchterung. Immer schwerer wird es für die Politdarsteller das Auseinanderdriften von Wahlversprechen und Geleistetem zu vertuschen. Wen wundert es, die Zeit wird zum Streiten, nicht zum Arbeiten gebraucht. Keiner der Kerle würde solche Zustände in der eigenen Kanzlei dulden oder auf längere Sicht wirtschaftlich überleben. Merke: Nicht der Griff in die öffentliche Tasche, nur der Griff in die eigene Tasche schmerzt.
Und wir Haller selbst haben ja schon lange den Überblick über die Anzahl der eröffneten Fronten verloren: Ob der von Margreiter ausgelöste „Pfeiferprozess“ im Namen der einmal reichen und im nächsten Moment armen Stadtwerke (Haller Blatt vom 08.03.2007) oder die von Margreiter ausgelöste Klageflut gegen den TVB (Bezirksblatt vom 23.05.2007), Klagen gegen Vertragspartner der Stadtwerke durch Margreiter in rechtsfreundlicher Vertretung von Margreiter (Bericht folgt), der rechtliche Kraftakt im Alleingang (nur die Kosten werden mit allen geteilt, nicht die Honorare) von Margreiter um das Kraftwerk am Weißenbach (Tiroler Tageszeitung vom 05.06.2007) oder die von Margreiter in Aussicht gestellte Klage gegen die Proponenten einer Volksbefragung: Unsere Stadt ist zum juristisches Kriegsgebiet verkommen.

                         
Alles endet bei Gericht - mit dem richtigen Vertreter




Krank-Macht           (2007-05-08)



Wie es weitergeht ..           (2007-02-13)



Fröhliche Weihnachten, liebes Christkind!            (2006-12-24)



Sehr geehrter Kunde!   (2006-12-23)



Dilettanten und (k)ein Ende ?   (2006-12-18)


Seit der Übernahme der Macht durch "rot-gold" leidet unsere Stadt an Entscheidungen bzw. an deren Fehlen. Wo sind die Vorteile der neuen Regierung? Die Zerschlagung der Stadtwerke in einer Hochphase des Investierens (Wasser, Schulen, Fernwärme, Glasfaser, Strom u.a.) bewirkt Lähmung und Verfall eines bisher funktionierenden Organismus. Anstatt daß weiter sauber gearbeitet wird, gibt es Stillstand vor populistischem Gequargel. Hannes Margreiter "kann nicht mit" dem von ihm bestellten "Sanierer", dem neuen Geschäftsführer Helmut Pfeifer. Der alte ist über einen Finanztrick gestolpert. Genaues dazu bleibt, wie gewohnt, hinter den Türen der Macht unter Verschluss. Der neue scheint als Wurstsemmel-Bube dem selbsternannten Allesmöchter auch nicht genehm, so zahlt man eben auch ihn aus. (Kostet ja nix, Herr Margreiter hat ja das Geld, das er uns allen aus der öffentlichen Tasche zieht. Wie auch am Beginn seiner Macht, als er dem Augenspiel-Zisterer für Euro 250.000,00 das Zimmerchen im Salzlager umbaute. Die so teuren Räume sind weiter unbrauchbar. Oder: Seit einem Jahr sucht die Kulturszene befähigte Gesprächs- (und Verhandlungs-)Partner z.B. in der Frage der zur Zeit bis zu 300% kolportierten Mieterhöhungen für die in Jahrhunderten von anderen geschaffenen historischen Räume.

Macht ja alles nix, jetzt warten wir wegen "rot-gold" zuerst noch zwei Monate auf das Budget - womit die Haller Bevölkerung den selbstgerechten Schlaf der Beleidigten Mehrheit bezahlt. Und dann auch noch der Austausch des Geschäftsführers im Salzlager: der kostet auch nur wieder ein Jahr Wartezeit (laut TT 16.12.), nachdem bereits ein dreiviertel Jahr nichts geschehen ist, außer daß wieder irgend ein Rechtsanwalt gutes Geld scheffelt mit dem Abfassen der Verträge für die neue Rechtsform. Es braucht eben alles seine Zeit. Und die nächste Wahl ist erst in vier Jahren. Wenn sie jetzt stattfände, wär's um "gold" geschehen. Leute, wir brauchen Politiker, keine ständig beleidigten Dilettanten. Politiker sind Dienstleister, keine Faschingsdiktatoren. In jeder Privatfirma hätte man Leute dieser "rot-goldigen" Qualität längst fristlos entlassen.

Doch es kommt noch heftiger: Nach zwei Monaten Budgetschlaf zieht Hannes der Magier doch glatt sein Kaninchen aus dem Zylinder: Geld hamma nit, aber gsund samma. Ecco: zahl'n ma damit. Die Müllverbrennung bringt uns so viel Geld, daß unsere Knallkopfereien auf Jahre gedeckt sind. Prosit Neujahr! Die Leute fressen uns eh jeden Schmäh.. Blechreden mit Familiensilber und Geld Machen mit Stinken - mal sehn, ob die Rechnung aufgeht..


Wladisput Hope
Obmann ARGE Zukunft der Gegenwart





EinSpruch, oder: Sei kein Frosch ..   (2006-07-14)



... über 30 der roten Sportwägen am Oberen Stadtplatz erwartet.   (2006-05-18)


willkommen in der tiefgarage!
socken als gastgeschenk


zum wievielten mal ("seit Jahren") die kurzauffahrt roter stink/lärmer sich der cleveren sucht nach "frequenz/belebung" verdankt, bleibt ohne belang für uns, die wir täglich die innenstadt als lebensraum nutzen. da wir von der gutgemeinten panik einiger geschäftsleute nicht auf das kleinstmaß von ver- und einkäufern im "einkaufszentrum altstadt" zu stutzen sind, fällt (uns) auf, daß sich hier 30, d.h. wohl in der summe an die 60 dämliche herren und herrliche damen in hall versammeln. ihr ziel ist, den feinstaub und die nicht mehr auszuhaltende verkehrsbelastung, die uns längst die lungen zerstört, auch im zentrum der stadt zu ZELEBRIEREN - von "Stadtrat Mag. Dietmar Wiener willkommen geheißen." - wenn das nicht ein starkes (stadtmarke)-Ding ist! zum dienst am vermeinten profit (wer denn verdient an dem besuch, und wo?) gehört auch die seit 100 jahren bewährte inszenierung: "von der Salinenmusikkapelle Hall empfangen und auf den Oberen Stadtplatz geleitet" dürfen die seltenen sportwagenfahrer "bei einem Stadtbummel die Haller Altstadt kennen lernen, die Besucher des Spektakels haben unterdessen Zeit, die Fahrzeuge aus nächster Nähe zu bewundern." welch entzücken!

lassen Sie uns, die wir keine volksvertreter und marketing-experten, sondern nur die vertretenen ausgesackelten sind, in anbetracht der lage ausrufen: willkommen - in der tiefgarage! nehmen Sie das Ihnen freundlich gereichte geschenk (30 socken), und lassen Sie Ihren wagen dort stehen, wo er hingehört: an den rand. mit freuden geleiten wir sie auf leisen zehen durch unsre schöne stadt und wünschen Ihnen (und uns) eine gestank- und lärmlose zeit. wir hoffen, Ihnen damit einen unvergesslich "interessanten Tourenstop" geboten zu haben.


von herzen die kulturelle stadtmarketing AG





Mit Dank zur Kenntnis   (2006-03-08)



Die Macht der Mächtigen besteht im Schweigen der Ohnmächtigen   (2006-01-29)



Eindrücke vom Neujahrsempfang 2056   (2006-01-01)


Virtuell findet er statt, im Internet. Alle Bürger sind über Schleimsensoren und HAFuFu (Hirn-Arsch-Funktionen-Funk) direkt mit dem Zentrum der Stadt verbunden: eine 3D-Animation der historischen Gestalt des letzten physischen Bürgermeisters winkt fröhlich in die Welt, mundbeschenkt von einem Schausteller, der sein 100jähriges Jubiläum als Kaiser Maximilian feiert. Aus den WCs der örtlichen Mehrzweckhalle sprudelt billigst Wein zur Aufmunterung der zahlreichen physisch Anwesenden (vorwiegend Hunde, deren Nährherren zu Hause geblieben sind.) Die Elite der Stadt schaut atemlos auf die Großwandprojektion der Übertragung im Internet. Butter wird angesagt, gibt’s wieder einmal nicht, aber dafür wird das Stadtfest nun alle zwei Monate durchgeführt: Vom Stadtmarketing, das seit drei Jahren zur offiziellen Stadtreligion erhoben worden ist. Männergesang, Büchsenknallen und Hosenlatzreissen sind die offiziellen Rituale einer vom Stadtkomiker seit Jahrzehnten betriebenen Neujahrs-Olympiade. Sie ist eine Erfindung des Stadtmarketings und des Teils der Kaufmannschaft, deren Restbestände an städtischem Müll jährlich unter dem Jubel der Massen am Oberen Stadtplatz amerikanisch versteigert wird. Frequenzzähler sind seit Jahren an allen Ecken der Stadt angebracht und erfassen jede Bewegung der Bürger, vor allem die Kaufströme ins DEZ und CYTA, die im Hallbüro von der anläßlich des Mozartjahrs 2006 errichteten WirGePol (Wirtschaft-Geheim-Polizei) überwacht werden. (Wegen Geldmangel war das die einzige Aktivität der Stadt zu dem elitären Thema des berühmten Erfinders der gleichnamigen Kugel.) Die Umrahmung besorgen die künstlich animierte Mumie von Udo Immerspiel und die jungen Leute der Stadtbläserei, die eine akrobatische Sondertechnik entwickelt haben, während des Blasens mit dem allgemeinen Trinken mitzuhalten. Aus der Partnerstadt wurden feierlich die Reliquien der Gründungsfreunde in die UMIT übertragen. Ein Forschungsprojekt dort beschäftigt sich mit der Nutzung der Synergien vergangener Erbmasse für den Bau und die Errichtung neuer Lehrstühle, die ohne die umständliche Willensbildung gewählter Volksvertreter zustande kommen. Die nach dem Parkinsongesetz auf 156 angewachsenen Gemeindepolitiker sind mit Unterstützung der EU seit einem halben Jahr zur Konzentration auf den Balearen. Die Stadtwerke senden – virtuell und über Kalenderautomatik – ihren jährlichen Neujahrsgruß an die Bevölkerung, die zur Finanzierung der Strompreise großteils einen Zweitjob angenommen hat. Die kommunalen Einrichtungen wurden vor Jahren an einen US-Verein verkauft, um die finanziellen Engpässe der Vergangenheit zu überwinden. Die in alten Zeiten von den Politikern gespeiste öffentliche Erregung in den Medien wird seit langem effizient durch ein beliebtes Schimpf-, Kampf- und Abhust-Forum im städtischen Internet ersetzt.


Abgedruckt mit freundlicher Genehmigung von:

Wladisput Hope
Obmann ARGE Zukunft der Gegenwart